M2MD

Berührungslose Nanoliter-Dosierung bis in den Mikroliterbereich

M2MD - printing a micro array of nanoliters droplets on a glass surface showing the big volume range

M2-MicroDispenser für die Nanoliter-Dosierung

Der M2-MicroDispenser M2MD ist ein Nanoliter-Mikrodosierer, der mit variabel schneller Volumenverdrängung arbeitet. Mit einem minimalen Dosiervolumen von 10 Nanolitern, das sich bis auf 5 Mikroliter steigern lässt, deckt diese Nanoliter-Dosierung einen weiten Volumenbereich flexibel ab.

Den M2MD gibt es auch als Version für den Bulk-Modus, die Dosierung aus dem Reservoir: Ein am Dosierer befestigtes Glasfläschchen wird mit der zu dosierenden Lösung gefüllt. Diese Konfiguration vereinfacht den Dosierprozess und sichert die kontinuierliche Versorgung mit der Lösung.

Nanoliter-Mikrodosierer wie der M2-MicroDispenser dosieren kleine Flüssigkeitsmengen präzise und genau – in der Forschung ebenso wie in der Produktion. Die Fortschritte der berührungslosen Dosierung und die Möglichkeit, den Dosierer auf spezifische Anforderungen anzupassen, machen sie noch vielseitiger. Wer Nanoliter-Dosierer in den Laborablauf einbindet, erzielt bessere Ergebnisse und vereinfacht sein Liquid Handling.

Der M2MD lässt sich auf allen Mikrodosiersystemen der M2-Familie betreiben.

Nanoliter-Präzision für jedes System – Broschüre herunterladen (PDF)

Wichtigste Merkmale

  • Einzeltropfenvolumen 10 nL bis 5 µL
  • Dosierfrequenz bis 50 Hz
  • Volumengenauigkeit VK 2 % bis 5 %
  • Bulk-Modus oder Aufnehmen und Abgeben
  • Glaskapillare oder Einweg-Kunststoffspitze
  • Schneller Wechsel von Kapillare auf Spitze

Funktionsprinzip

Nanoliter-Dosierer arbeiten mit einem ultraschnellen Magnetventil und zwei unabhängigen Parametern: Druck und Ventilöffnungszeit. Beide zusammen bestimmen das Dosiervolumen. Kleine Volumina unter 50 Nanolitern entstehen durch schnelle Volumenverdrängung, größere Volumina durch einen zusätzlich überlagerten, druckgetriebenen Fluss.

Um die Dosierung viskoserer Flüssigkeiten auszugleichen, kann die Ventilöffnungszeit durch Erhöhung des Drucks verkürzt werden. Sollte es zudem zu Spritzern auf der Zielfläche kommen, lässt sich die Aufprallgeschwindigkeit der Flüssigkeit reduzieren, um unerwünschte Effekte zu vermeiden.

Dosiermodi

  1. Stop-to-Spot mit Z-Bewegung: Der Dosierer hält für jeden Tropfen an und fährt zwischen zwei Positionen auf und ab, um mögliche Hindernisse zu umgehen. Diese Bewegungen kosten Zeit, sind aber nötig, wenn auf bestimmte Stellen eines nicht planaren, dreidimensionalen Substrats dosiert wird.
  2. Stop-to-Spot ohne Z-Bewegung: Muss der Kopf zwischen zwei Positionen nicht angehoben werden, geht das Dosieren deutlich schneller. Das ist bei planaren Substraten immer der Fall.
  3. On-the-fly: Der Dosierer „fliegt“ über das Substrat und gibt während der Bewegung an definierten Positionen je einen Tropfen ab. So lassen sich bis zu 50 Tropfen pro Sekunde setzen, jeder an seiner eigenen Koordinate.

Volumenbereich des Einzeltropfens

Der M2-MicroDispenser deckt den gesamten Bereich der Einzeltropfenvolumen von 10 Nanolitern bis 5 Mikrolitern ab. Statt ein Nanoliter-Volumen aus vielen kleineren Tropfen zusammenzusetzen, gibt der Dosierer einen einzigen größeren Tropfen ab. Das senkt das Risiko von Spritzern und Satellitentropfen und erhöht die Dosiergeschwindigkeit. Empfohlen ist ein Betrieb mit maximal 20 Hz; je nach Eigenschaften der Flüssigkeit sind auch höhere Frequenzen erreichbar.

Zwei Arten von Dosierspitzen

Unser Nanoliter-Dosierer bietet zwei Arten von Dosierspitzen, sodass Sie die passende Option für Ihre Anwendung wählen können: eine dünne Glaskapillare mit verjüngtem Ende oder eine konische Einweg-Kunststoffspitze. Welche Spitze die richtige ist, hängt von der Art der Flüssigkeit und der gewünschten Dosierpräzision ab.

Kundenspezifische Entwicklungen

3-Kanal-M2MD

Für besondere Anforderungen entwickeln wir maßgeschneiderte Versionen des M2-MicroDispensers – zum Beispiel Konfigurationen mit mehreren Kanälen für höheren Durchsatz. Kundenspezifische Anpassungen erlauben auch, das maximale Dosiervolumen zu erweitern oder das minimale Volumen zu verringern. So lässt sich der Dosierer für besondere Anwendungen und Forschungsfragen optimieren.

Saubere Proben – bessere Ergebnisse!

Waschen spielt eine entscheidende Rolle bei oberflächengestützten chemischen Analysen, chemischen Festphasensynthesen und vielen Probenvorbereitungen. Nanoliter-Pipetten ermöglichen ein effektives Waschen: Salze, Pufferbestandteile und Visualisierungsfarbstoffe lassen sich nach der Immobilisierung von DNA, RNA, Proteinen und anderen Molekülen entfernen. Darüber hinaus ermöglichen Nanoliter-Dosierer die präzise Zugabe von Reagenzien zu Proben, wodurch deren Konzentration für Anwendungen wie die MALDI-MS-Probenvorbereitung erhöht wird.