Was?
Biomoleküle, Suspensionen und Reagenzien
Dosierbare Flüssigkeiten und Proben
Mit unseren Mikrodosiertechnologien lässt sich ein breites Spektrum an dosierbaren Flüssigkeiten, Lösungen und Suspensionen verarbeiten. Der wichtigste begrenzende Faktor ist meist die Viskosität. Die berührungslose Dosierung arbeitet gut mit wässrigen Lösungen, die bis zu 50–70 % Glycerin enthalten. Für höhere Viskositäten ist unsere kontaktbasierte Technologie eine robuste Alternative. Weitere Faktoren sind Oberflächenspannung, Flüchtigkeit des Lösungsmittels und mögliches Ausfallen gelöster Substanzen. Auch die Toxizität ist zu bedenken. Die meisten Anwendungen arbeiten mit niedrigviskosen wässrigen Biomolekül-Lösungen, etwa Nukleinsäuren, Peptiden oder Proteinen; organische Lösungsmittel und andere Chemikalien kommen ebenfalls vor. Sehen Sie sich einige Anwendungen unserer Kunden an.
Typische Proben
- Peptide, einschließlich chemisch synthetisierter Bibliotheken, Glykopeptide und enzymatischer Proteinverdaue
- Proteine, einschließlich Antikörper, Antigene, Allergene, Glykoproteine und Enzyme
- Chemische Reagenzien aller Art
- Kohlenhydrate, einschließlich Glykane und Glykokonjugate
- Nukleinsäuren, einschließlich DNA- und RNA-Oligomere, PCR-Produkte und Extrakte
- Farbstoffe und andere funktionelle Moleküle
- Lebende Zellen, einschließlich Bakterien, Hefen und Säugetierzellen
- Stabile Suspensionen von Nanopartikeln und kleinen Mikropartikeln
- Lösungsmittel und deren Gemische
Allergene
Allergene lösen allergische Reaktionen aus – meist eine unerwünschte Immunantwort, die durch Antikörper entsteht, die an sie binden. Diese Antikörper lassen sich leicht mit einem sekundären Antikörper nachweisen, etwa Anti-Human-IgG oder Anti-Human-IgE. Microarrays mit vielen oder allen bekannten Allergenen sind deshalb ein leistungsfähiges Werkzeug für Allergietests. Auch sie werden mit berührungsloser Mikrodosierung hergestellt.
Antigene
Antikörper lassen sich über die Antigene nachweisen, an die sie spezifisch und stark binden. Sind sie eingefangen, zeigt ein markierter sekundärer Antikörper ihre Anwesenheit. In der Medizin nutzt man das zum Beispiel, um eine zurückliegende Virusinfektion oder die Wirksamkeit einer Impfung zu bestätigen.
Autoantikörper spielen bei Autoimmunerkrankungen eine wichtige Rolle. Nach ihnen lässt sich in Blutproben mit hochdichten Antigen-Arrays suchen – deren Produktion ist ein weiteres gutes Beispiel für die berührungslose Mikrodosierung.
Nukleinsäuren
Bis auf wenige Ausnahmen eignen sich alle Nukleinsäure-Lösungen gut für die berührungslose Mikrodosierung. Typische Anwendungen sind Oligonukleotid-Microarrays für den Nachweis von Viruspartikeln, Bakterien, anderen Mikroorganismen und biologischen Verunreinigungen in Lebensmitteln.
Proteine und Peptide
Viele, aber nicht alle Peptid- und Proteinlösungen eignen sich gut für die berührungslose Mikrodosierung. Zu viel Detergens führt zu Schaumbildung und kann ebenso Probleme bereiten wie eine zu hohe Viskosität. Typische Gegenmaßnahmen sind die passende Wahl des Lösungsmittels oder die Optimierung der Pufferzusammensetzung. Peptid- und Proteinlösungen werden dosiert, um Microarrays in Biochips zu erzeugen, sie in Biosensoren und Lab-on-a-Chip-Bauteile einzubringen oder in anderen diagnostischen und bioanalytischen Formaten einzusetzen.
Eine typische Anwendung für Peptid-Arrays ist die Epitopkartierung und die Prüfung der Bindungsspezifität eines ausgewählten Antikörpers. Unter den Proteinen bilden Antikörper eine Klasse für sich: Sie dienen dem Nachweis von Viren, Bakterien, Biomarkern und Wirkstoffen, dem Anfärben von Gewebe für die Krebsdiagnose und vielem mehr. Serumalbumin und Casein sind Proteine, mit denen hydrophobe Oberflächen in kunststoffbasierten Biochips häufig blockiert werden, damit sie hydrophil werden. Enzyme können eine wichtige Rolle bei der Umwandlung oder dem Abbau von Zielmolekülen spielen.