AIT Austrian Institute of Technology

Biosensor-Funktionalisierung

Das AIT Austrian Institute of Technology ist Österreichs größtes Institut für angewandte Forschung.

Innerhalb des AIT entwickelt die Competence Unit Molecular Diagnostics Spitzentechnologien und neue Ansätze für die nicht-invasive und minimalinvasive Diagnostik. Das Spektrum reicht von massenproduzierbaren, kostengünstigen Biosensorsystemen für Point-of-Need-Anwendungen bis zu Biomarker-Forschung, Assay-Design, Bioinformatik und kundenspezifischer Auswertung. In der Biosensorentwicklung bearbeitet das AIT zwei zentrale Fragen der Biosensor-Funktionalisierung: Wie bringt man eine gewünschte Funktion auf eine Sensoroberfläche oder in eine Mikrofluidik – und wie etabliert man skalierbare Fertigungsprozesse für die präzise, reproduzierbare Modifizierung von Oberflächen, etwa Elektroden in elektrochemischen Sensoren?

Von links nach rechts: lokal funktionalisierter Mikronadelsensor für die Glukose- und Laktatmessung (H2020-Projekt ELSAH 825549) / Point-of-Need-System zum Nachweis von Brustkrebs-Tumor-DNA (FFG-Projekte Predict 870027, NanoPredict FO999899038) / optische Qualitätskontrolle siebgedruckter Sensorfolien.

Für die präzise, reproduzierbare Oberflächenmodifizierung von Sensoren und Mikrofluidiken setzt das AIT auf moderne berührungslose Liquid-Handling-Systeme wie den iONE-600 von M2-Automation – bekannt für seine Positionsgenauigkeit von ±3 µm und seine Volumenkontrolle mit SD 3–5 %. Seine Piko- und Nanoliter-Dosiereinheiten modifizieren Zielstrukturen von 100 µm bis in den Millimeterbereich präzise, mit Bio-Tinten-Volumen von 100 pL bis in den Milliliterbereich. Das System modifiziert Substrate bis zum Format A3 unter kontrollierter Atmosphäre – reproduzierbar dank Befeuchter, Temperierung und Ionisator, und effizient.

Von links nach rechts: iONE-600 von M2-Automation / Sensorfolie mit 32 Sensoren und sechs Arbeitselektroden je Sensor, 1 µL redoxaktives Methylenblau-Graphenoxid-Komposit, dosiert mit dem Nanoliter-Mikrodosierer M2MD / Qualitätskontrolle eines elektrochemischen Sensors mit sechs Elektroden per Differenzpuls-Voltammetrie mit ausgezeichneter Reproduzierbarkeit (H2020-Projekt GreenSense 761000).

Dosiermuster für 2D- und 3D-Substrate entstehen über einen DXF-Importer. Sensor- und Mikrofluidik-Folien werden dank schneller Achsbewegung und dem Einlesen von Passermarken effizient verarbeitet. Die Qualitätskontrolle hat höchste Priorität: Das AIT nutzt Lichtmikroskopie, REM, EDX und elektrochemische Tests, um Prozessintegrität und Genauigkeit sicherzustellen.

Mehr über die Vorteile und Möglichkeiten unseres instrumentONE erfahren Sie hier.

AIT Molecular Diagnostics – Serviceportfolio

AIT Molecular Diagnostics – Factsheet zur Oberflächenmodifizierung von Sensoren und Mikrofluidiken

Mehr über das AIT und seine Arbeit auf der Website des Instituts.